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Hilfen zur Erziehung
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Hilfen zur Erziehung

Was genau ist eine Hilfe zur Erziehung eigentlich?
Sie können sich eine Hilfe zur Erziehung vielleicht ein wenig wie einen Kompass vorstellen. Dieser dient Ihnen als Orientierungshilfe, um den Pfad zu finden, wenn Sie in abgelegen, unbekannten oder unwegsamen Gebieten unterwegs sind. Er unterstützt Ihren Weg und führt Sie im Zweifel auch aus einer Sackgasse heraus. Um sich im schwierigen Gelände nicht zu verlaufen, braucht man eben besondere Hilfsmittel, um sich besser zurecht zu finden.
So ähnlich ist das auch mit einer Hilfe zur Erziehung. Diese steht Ihnen in besonderen, oft krisengeschüttelten Phasen des Lebens unterstützend zur Seite. Eine Maßnahme soll Ihnen dabei helfen, einen Weg zu finden, um eine solche Situation zum Positiven zu verändern und sie alleine meistern zu können. Wenn Sie diesen für sie richtigen Pfad gefunden haben, benötigen Sie die Hilfe zur Erziehung nicht mehr. Ebenso, wie Sie den Kompass nicht mehr brauchen, wenn Sie sich wieder im gewohnten Umfeld bewegen. Eine Hilfe zur Erziehung kann Ihnen dabei in ganz unterschiedlicher Weise Orientierung und Unterstützung bieten. Die Möglichkeiten umfassen sowohl Beratungsangebote wie auch Einzelbetreuungen oder Gruppensettings.

Wann kann ich eine Hilfe zur Erziehung beantragen?
Sie als Eltern oder Sorgeberechtigte kennen Ihr Kind besonders gut und wissen in herausfordernden Situationen mit dessen Verhalten umzugehen. Doch wenn sich dieses besondere Verhalten, oft in Verbindung mit schulischen Problemen, bereits über einen längeren Zeitraum zeigt und es zuhause, in der Freizeit und im Freundeskreis oder in der Schule immer massiver wird, haben Sie vielleicht das Gefühl, langsam an Ihre Grenzen zu kommen. Das Verhalten Ihres Kindes signalisiert möglicherweise, dass es eigentlich Ihre Hilfe benötigt. Schwinden Ihnen in solchen Situationen die Kräfte und ihre bewährten Lösungsansätze sind ausgereizt? Leidet bereits Ihr gesamtes Familienleben unter der Situation und sie sehen kaum die Möglichkeit, daran aus eigener Kraft etwas zu ändern? Dann hilft vielleicht ein klarer Blick von außen und die Möglichkeit, Orientierung und Unterstützung zu bekommen. Genau hier setzt Hilfe zur Erziehung, kurz HzE, an. Die Fachkräfte des für Sie zuständigen Amtes für Kinder- Jugend und Familie kennen sich darin bestens aus und schauen mit Ihnen gemeinsam, welcher „Kompass“ für Sie der richtige sein könnte.

Welche Hilfen zur Erziehung wir anbieten können:
Wir selbst bieten Ihnen unterschiedliche Unterstützungsformen an, die entweder ambulant oder teilstationär sind. Ambulant bedeutet hier, dass die Hilfe regelmäßig, meist stundenweise, in Ihrem und dem sozialen Umfeld Ihres Kindes ansetzt. Das sind die sozialpädagogische Familienhilfe, die Erziehungs-Beistandschaft, tiergestützte Hilfen oder auch die aufsuchende Familientherapie.
Teilstationär bedeutet, dass es sich um Gruppenangebote in sogenannten Tagesgruppen und Flexiblen Tagesbetreuungen handelt. Ihr Kind wird je nach Konzept bis zu fünf Mal wöchentlich in einer überschaubaren Gruppe bis zum frühen Abend durch Fachkräfte betreut. Darüber hinaus finden regelmäßig Gespräche und Aktionen mit Ihnen als Erziehungsberechtigte statt. Gemeinsam mit den zuständigen Kolleg*innen des Jugendamtes, bei welchen Sie die Hilfe zur Erziehung auch beantragt haben, besprechen wir dann regelmäßig, welche weiteren Maßnahmen vielleicht sinnvoll und passend sind und wie lange die Hilfe laufen soll.

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