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Besonderheiten des Standortes
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Besonderheiten des Standortes

Besonderheiten des Standortes- Ankerplatz
Der Abenteuerspielplatz „Ankerplatz“ ist eine offene Freizeiteinrichtung, die Euch, Kinder ab 6 Jahren, zu einem Besuch einlädt. Er liegt im Ortsteil Mülldorf in unmittelbarer Nähe zum Wohnquartier Mülldorf Nord. Der Ankerplatz wurde im Juli 1992 eröffnet und hat sich seitdem zu einem nicht mehr wegzudenkenden Anziehungspunkt für Kinder aus der näheren Umgebung, aber auch für Gäste von weiter her, für Schulklassen und Kindergartengruppen entwickelt. Das Gelände des Ankerplatzes ist ca. 6000qm Meter groß, naturnah und abwechslungsreich gestaltet. Sowohl Freiflächen als auch bepflanzte und uneinsichtige Bereiche laden Euch zum gemeinsamen Spielen, Toben, Verstecken und dazu ein, Euch zurückzuziehen und für Euch zu sein.

Profil
Der Abenteuerspielplatz versteht sich als „unverzweckter“ und selbstbestimmter Freiraum. Er bietet Raum zur Begegnung, mit diversen Gruppen von Kindern und Jugendlichen, aber auch mit einem möglichst breit gefächerten Team an Mitarbeiter*innen. Ihr könnt zwanglos Kontakte knüpfen, aber auch tragfähige Beziehungen und langjährige Freundschaften aufbauen. Ihr könnt alle räumlichen und materiellen Angebote des Platzes nutzen und somit Euren Platz täglich kreativ gestalten. Neben den Eure Lebensphase stark bestimmenden Institutionen Schule und Ausbildung bietet der Platz die Möglichkeit des Innehalten-Könnens, der Begegnung und des Gemeinschaftserlebnisses mit Gleichaltrigen, des kreativen und sportlichen Tuns und des selbstbestimmten Verfolgens eigener Interessen.

Naturnahe Freiräume als Orte der Entwicklung
Besondere Bedeutung hat auf dem Ankerplatz die Natur- und Umweltpädagogik, die Erlebnispädagogik und die tiergestützte Arbeit. Wie vermutlich an keinem anderen Ort in Sankt Augustin können Ihr hier Eure Fähigkeiten im Handwerk erproben, Obst und Gemüse selber anbauen und verarbeiten, Verantwortung für Tiere und deren Wohlbefinden übernehmen. Der Ankerplatz versteht sich auch als Raumangebot, auf dem unsere Besucher*innen selbstbestimmt spielen, toben und sich ohne Leistungsdruck und Verwertungslogik ausprobieren können. So lernt Ihr Verantwortung für Euch, Eure Umgebung und den Umgang mit Ressourcen sowie Eure eigenen Stärken kennen. Auf dem Ankerplatz dürft Ihr dreckig werden, laut sein, toben, auf Bäume klettern, Schneeballschlachten machen und mit Feuer umgehen lernen. Dies macht den Ankerplatz zu einem Freiraum des Kindseins.

Freifläche
Im vorderen Bereich des Platzes befinden sich das Kleintiergehege mit den Kaninchen und Meerschweinchen. Dort gibt es auch einen Container mit Kicker und Spielmaterial und die Wassermatschanlage. Hinter dem angrenzenden Spielhaus befinden sich weitere Tierställe, das Teichbiotop und ein Knöterichzelt. Durch einen betonierten Weg, welcher von unseren Besucher*innen gern als Kettcarstrecke genutzt wird, ist der vordere Geländeteil mit dem hinteren verbunden. Am Rand des Weges befinden sich die Piratenhöhle mit der zentralen Feuerstelle, ein Sinnespfad, die Streuobstwiese und die Gemüsebeete mit angeschlossenem Insektenhotel, die Dornröschenhecke sowie wild bewachsene Hügel und uneinsichtige Spielflächen. Im hinteren Geländeteil befinden sich der Kreisel, das Atrium mit 150 Sitzplätzen und eine Feuerstelle, der Lehmofen und das Budendorf. Auch in diesem Bereich wird der Platz von einem „Hügelkamm“ umgrenzt, welcher wild bewachsen ist. Euch stehen eine Tischtennisplatte, Kettcars, Roller, Skateboards, Inlineskates und ein großes Trampolin zur Verfügung. Hier machen wir das freie Spiel in vielen Formen möglich.

Feuer als pädagogisches Medium
Eine große Bedeutung hat die Feuerstelle auf der Freifläche. Feuer besitzt eine große Anziehungskraft. Besonders, wenn Ihr in der Stadt aufwachst, ist das Feuer auf dem ASP meist die einzige Gelegenheit, sich mit diesem faszinierenden Element zu beschäftigen. Ihr könnt die Wirkung des Feuers ausprobieren und allmählich sichere Umgangsformen am und mit dem Feuer entwickeln. Das gekonnte Entfachen, das richtige Schüren und die Benutzung von geeignetem Brennmaterial sind Merkmale eines bewussten Umgangs mit Feuer.

Nutzgarten
In unserem Nutzgarten stehen unseren Besucher*innen zwei Hochbeete, ein klassisches Gemüsebeet sowie verschiedenste Obstbäume zur Verfügung. Hier werdet Ihr zu Gärtnern, die den jahreszeitlichen Kreislauf der Pflanzen kennen- und verstehen lernen. Ihr könnt säen, pflanzen, bewässern, pflegen, jäten, ernten und einen bewussten Umgang für Pflanzen entwickeln. Durch das Anbauen von Obst- und Gemüsepflanzen erfahrt Ihr mehr über die Herstellung von Grundnahrungsmitteln. Dabei bekommt Ihr einen Bezug zu dem Lebewesen „Pflanze“ und entwickelt das Bedürfnis, Euch um diese zu kümmern. Das Bauen von Zäunen, Hochbeeten, und Rank-Hilfen bereitet unseren Besucher*innen viel Freude. Die geernteten Lebensmittel werden zum Teil beim Koch- und Backprojekt weiterverarbeitet, der andere Teil landet jedoch meist direkt im Mund.

Tierbereich
Unser Tierbereich beherbergt derzeit Kaninchen, Meerschweinchen, Hühner und Laufenten. Hier steht das Tier als Medium im Zentrum der pädagogischen Arbeit. Ihr erlernt alles rund um die verschiedenen Tierarten, vom Misten und Füttern, über die arttypische Kommunikation bis hin zum Handling der Tiere. Der Naturkreislauf Geburt- Leben- Tod wird hautnah spürbar, so dass Ihr lernen könnt, damit umzugehen. Unsere Besucher*innen erleben die Tiere als Wesen, die auf ihr Verhalten eine adäquate Reaktion geben: Interesse, Desinteresse oder Bestätigung. Ihr erfahrt dabei auch Konsequenzen verantwortlichen Handelns. Die Versorgung des Tieres und eine adäquate Zuwendung zu dem Tier werden mit einer qualitativ wertvollen Mensch-Tier-Kommunikation und -Beziehung belohnt. Manche Kinder müssen den Tieren gegenüber zunächst ihre Angst überwinden. Hier ist es wichtig zu betonen, dass einer unserer pädagogischen Grundsätze lautet, Euch den Zeitrahmen, den es für jeden Schritt braucht, selber zu überlassen. Keinesfalls werden Leistungen gefordert, für die Ihr selber innerlich nicht bereit seid. So laufen Hühner und Enten frei auf dem Gelände. Dies bietet Euch die Möglichkeit, die Tiere in ihrem natürlichen Verhalten kennenzulernen und sie als eigenständige Wesen mit Charakter, Gefühlen und Bedürfnissen wahrzunehmen und mit ihnen den Alltag auf dem Platz zu gestalten.

Nebenbei erlangt Ihr soziale und persönliche Fähigkeiten, wie hilfsbereit sein, Euch durchzusetzen und auf die Bedürfnisse der Tiere und der anderen Kinder Rücksicht zu nehmen. Hier ist Raum, neue Ideen zu entwickeln, umzusetzen und zu lernen mit Erfolg und Misserfolg umzugehen.

Spielhaus
Angeschlossen an das Freigelände liegt das ca. 126qm große Spielhaus. Das Spielhaus wurde 2008 neu gebaut, nachdem ein Feuer das alte Spielhaus komplett zerstörte.
Hier wird gemalt, gebastelt, werden Gesellschaftsspiele gespielt, elektronische Medien genutzt und vieles mehr. Unsere Besucher*innen können sich auch einfach nur treffen, Musik hören, spielen oder quatschen und toben. Wir haben viele Brett- oder Kartenspiele, die Ihr Euch ausleihen könnt und Bastelmaterial zum Verarbeiten. Im Spielhaus gibt es eine ziemliche Fülle von Möglichkeiten und Kreativangeboten, abhängig von Euren Interessen.

Mehrmals die Woche nutzen wir mit unseren Besucher*innen die Küche zum Kochen und Backen. Von der Planung, übers Einkaufen bis zum Zubereiten, bestimmen Ihr selbst, wie und was gemacht wird. Nach bewährten Rezepten zu arbeiten ist hier ebenso beliebt wie das Erproben von eigenen Kreationen. Die meisten Dinge werden in der Küche gemeinsam zubereitet und später zusammen verspeist.

Digitale Medien und Kommunikation
Unseren Besucher*innen stehen auf Wunsch auf dem Ankerplatz eine Spielekonsole, Audioboxen, ein Tablet PC sowie ein Zugang ins kostenlose W-Lan zur Verfügung. Die Regeln und der Umgang im Netz werden mit Euch fortschreitend kritisch beleuchtet und besprochen. So arbeiten wir mit unseren Besuchern zu den Themen Datenschutz, Jugendschutz, Quellen und Quellensicherheit sowie den Umgang mit Profilsicherheit auf Netzwerken. Diese Verhaltensregeln werden mit Euch in Form eines Nutzervertrages festgeschrieben. Unsere Besucher*innen werden mit Hilfe des Projektes „alles Smart“ geschult und aufgeklärt. Die Erstellung eines Instagram Accounts für die Einrichtung wird gerade geprüft.

Die Pädagogen begleiten im Netz und sind mit Euch im regen Austausch. So werden neue Trends schnell erkannt und können mit unseren Besuchern (auch kritisch) beleuchtet werden.

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